Arzthaftungsrecht

Arzt und Patient verbindet regelmäßig ein Behandlungsvertrag, also ein Dienstvertrag. Ein bestimmter Erfolg ist nicht geschuldet, aber der Behandlungsvertrag verpflichtet den Arzt, die Behandlung unter der erforderlichen Sorgfalt vorzunehmen, d.h. sich fachgerecht zu bemühen, die Heilung oder Linderung von Beschwerden herbeizuführen.

Verstößt der Arzt gegen diese Verpflichtung und handelt nicht mit der erforderlichen Sorgfalt, ist er dem Patienten gegenüber zum Schadensersatz verpflichtet.

Die möglichen Verstöße gegen die gebotene Sorgfalt sind vielfältig und lassen sich grob einteilen in Behandlungsfehler, Aufklärungsversäumnisse, Dokumentationsfehler und sonstige Verstöße, z.B. Verstöße gegen die Organisationspflicht.